pH-Regulierung für Badebeckenwasser – Senker und Heber

Sorgen Sie für optimales Badebeckenwasser mit professionellen pH-Korrekturmitteln. Tricura bietet spezialisierte Senker und Heber zur Wasserchemie-Stabilisierung nach DIN-Normen.

pH-Wert Regulierung

pH-Senker:

  • Salzsäure 30% (EN 939, Art. verschiedene Größen)
  • Schwefelsäure 37 bis 38% (pH-Minus flüssig, Art. verschiedene Größen)
  • Schwefelsäure 49 bis 50% (hochkonzentriert, Art. verschiedene Größen)
  • Natriumhydrogensulfat Perlen (pH-Minus Granulat, 25 kg Sack)

pH-Heber:

  • Natriumcarbonat wasserfrei (Soda leicht, 25 kg Sack)
  • Natriumhydrogencarbonat FG E 500 (Härteplus, 25 kg Sack)
  • Natriumhydroxid Perlen (Ätznatron, 25 kg Sack)
  • Natriumhydroxidlösung 33% (pH-Heber flüssig, Art. verschiedene)
  • Natriumhydroxidlösung 45% (pH-Plus flüssig, Art. verschiedene)
  • Natriumhydroxidlösung 50% (EN 896, Art. verschiedene)

Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,8 und 7,2. Säurekapazität (KS 4,3) sollte 80 bis 120 mg/L CaCO₃ betragen. Exakte Dosierung hängt von Wasserbeschaffenheit, Beckengröße und Umwälzrate ab. Messung und Regelung erfolgen über MSR-Anlagen nach DIN 19643.

Die meisten Senker und Heber sind ätzend (GHS 05) oder reizend (GHS 07). Erforderlich: Schutzhandschuhe, Schutzbrille, Schutzkleidung, zugelassene Behälter, sachgerechte Dosierung, EU-Sicherheitsdatenblätter vor jeder Anwendung beachten.

Experten-Beratung

Service & Schulung

Systemanbieter Schwimmbad

Wesentliche Vorteile im Überblick

Gewährleistete Normeinhaltung

Alle Mittel entsprechen DIN 19643 und europäischen EN-Normen. Erfüllt die Anforderungen für öffentliche Bäder.

Breites Sortiment für jeden Bedarf

Von Feststoffen bis hochkonzentrierten Lösungen (10 l bis 1.250 kg). Für jede Anlage haben wir die passende Lösung.

Stabile Wasserchemie

pH-Regulierung stabilisiert den Wert und die Säurekapazität. Trägt direkt zur Flockung und Filtration bei.

Bewährte Zusammensetzung

Senker und Heber sind technisch rein. Zusatzstoffe, die Badewasser belasten, fehlen.

Einfache Dosieranlagen-Integration

Alle Produkte lassen sich in Standard-Dosier- und Regelsysteme der Hersteller Evoqua, ProMinent, Jesco und WDT integrieren.

Sichere Lagerung

Robuste Kunststoff-, Stahl- und Edelstahlbehälter widerstehen Korrosion und sichern lange Lagerzeiträume.

Hinweise zum Einsatz

Wasser korrekt messen

Verwenden Sie kalibrierte Photometer oder Titrierbestecke nach DIN 38409. Täglich messen, öffentliche Bäder mehrmals täglich.

Säurekapazität prüfen

Säurekapazität (KS 4,3) stabilisiert pH-Änderungen. Zielwert mindestens 80 bis 120 mg/L CaCO₃.

Langsam dosieren

Senker und Heber schrittweise zugeben und umrühren. Rasches Hinzufügen führt zu Wärmestress.

Dosieranlage warten

Pumpen, Schläuche und Ventile auf Verschleiß prüfen. Defekte Dichtungen führen zu Undichtheiten und falscher Dosierung.

Wechselwirkungen mit Flockung beachten

pH-Wert und Flockungsmittel-Dosierung beeinflussen sich gegenseitig. Ein stabiler pH von 6,8 bis 7,2 optimiert die Flockenwirkung.

Lagerkontrolle durchführen

Füllstand, Verfallsdatum und Lagerbedingungen laufend kontrollieren. Alte oder falsch gelagerte Stoffe verlieren an Wirkkraft.

Gerne beraten wir Sie persönlich, nehmen Sie dazu bitte einfach Kontakt zu unseren Experten auf

FAQ

Der ideale pH-Wert für Schwimm- und Badebeckenwasser liegt zwischen 6,8 und 7,2. In diesem Bereich fühlen sich Badegäste wohl, die Desinfektion mit Chlor arbeitet effizient und der Korrosionsschutz für Becken und Technik bleibt erhalten. Auch die Flockungsmittel-Wirkung ist in diesem Bereich optimal.

In öffentlichen Bädern empfiehlt DIN 19643 mindestens drei Messungen pro Tag, idealerweise morgens, mittags und abends. In Hotelpools und Wellnessbecken reicht eine tägliche Messung, sofern eine kontinuierliche MSR-Anlage installiert ist. Privatpools messen mindestens zweimal pro Woche und nach jedem Chemikalieneinsatz.

Nein, nicht direkt vermischen. pH-Senker und pH-Heber dürfen nicht zusammen in einen Behälter gegeben werden, da heftige Reaktionen entstehen können. Geben Sie die Mittel jeweils separat in den Wasserkreislauf und warten Sie zwischen den Dosierungen auf eine vollständige Umwälzung. So vermeiden Sie Wärmeentwicklung und unkontrollierte pH-Schwankungen.

Die Säurekapazität KS 4,3 beschreibt die Pufferkapazität des Wassers gegenüber pH-Änderungen. Liegt der Wert im Sollbereich von etwa 80 bis 120 mg/L Calciumcarbonat, bleibt der pH-Wert auch bei Chemikalienzugabe stabil. Ist die Säurekapazität zu niedrig, kann der pH bei kleinen Dosiermengen stark schwanken und das Becken trübt schneller.

Übergreifend gilt DIN 19643 für die Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser. Für die einzelnen Wirkstoffe gelten EN 15514 (Salzsäure), EN 15078 (Schwefelsäure) sowie EN 15075, EN 15076 und EN 15077 für Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat und Natronlauge.

Lagern Sie pH-Senker und Heber in gut belüfteten, kühlen Räumen unter 25 Grad Celsius. Feststoffe gehören in trockene, dicht verschlossene Behälter. Flüssige Säuren und Laugen werden in chemikalienbeständigen Kunststoff- oder Edelstahlbehältern aufbewahrt und räumlich von Chlorprodukten getrennt. Es gelten die Vorgaben aus dem Wasserhaushaltsgesetz.

Tricura liefert kompatible Dosiersysteme von ProMinent, Evoqua, Jesco und WDT. Für flüssige Säuren und Laugen sind Membrandosier- oder Schlauchpumpen üblich, für Granulate kommen Trockendosieranlagen zum Einsatz. Tricura prüft die vorhandene Anlagentechnik und empfiehlt die passende Pumpe inklusive Sauglanze und Niveauwächter.

Der pH-Wert in der Badewasseraufbereitung – 

Die Wichtigkeit des pH-Werts im Schwimmbad und Pool

Das Kürzel pH steht für lateinisch „potentia hydrogenii“ = Konzentration der Wasserstoff-Ionen.

Die pH-Skala des Säuregrades reicht von 0 bis 14; wobei 0 den stärksten Säuregrad und 14 die höchste
basische Reaktion bezeichnen.

Bei 7 liegt der neutrale Punkt, den reines Wasser bei 25 Grad Celsius aufweist.

Der pH-Wert hat eine herausragende Bedeutung für ein gesundes Badewasser im Schwimmbad und im Pool.

Dieser wichtige Parameter wird leider häufig in seiner Bedeutung unterschätzt; er zeigt auf, ob das Wasser neutral, alkalisch oder sauer ist.

Schwimmbadwasser und Badewasser mit einem korrekt eingestellten pH-Wert ermöglicht erst eine optimale Desinfektions-  und Flockungsleistung und sorgt letztlich für hygienisch einwandfreies Wasser, in dem sich die Badegäste wohl fühlen können.

Somit setzt erst ein korrekt eingestellter pH-Wert im Schwimmbadwasser im Bereich von 6,5 – 7,5 eine effektive Wirkung der Desinfektionsprodukte und der Flockungsmittel voraus.

Daher schreibt die DIN 19643 die regelmäßige Kontrollmessung des pH-Wertes im Badebeckenwasser vor.

Die DIN 19643 fordert daher für alle öffentlichen Schwimmbäder, dass jedes Becken mit einer pH-Mess-und Regelanlage ausgestattet sein muss.

In öffentlichen Bädern erfolgt die Messung zumeist permanent automatisch durch elektrometrische Messverfahren.

In privaten Schwimmbädern und gehobenen Pools empfehlen wir, soweit keine automatische Mess- und Regelanlage genutzt werden soll,  die regelmäßige pH-Wert Überprüfung mindestens mit einem zuverlässigen Handmessgerät. Weitere Infos zu den Messgeräten finden Sie hier.

Wasser mit einer Säurekapazität von 0,7 mol/m3 verfügt im allgemeinen über eine ausreichende Pufferkapazität, um eine effektive Zugabe von Wasseraufbereitungsmitteln zur pH-Regulierung und Flockung zu ermöglichen.

In privaten Schwimmbädern und Pools liegt die Empfehlung laut EN 16713 bei einem pH-Wert zwischen 6,8 – 7,6.

Für das Reinwasser und Beckenwasser in allen öffentlichen Schwimmbädern legt die DIN 19643 einen pH-Bereich von 6,5-7,5 (für Süßwasser) und 6,5-7,8 (für Meerwasser) fest.

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